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Israel Shahak:
Jüdische Religion,
Jüdische Geschichte
(Book online)
29



Antijüdische Verfolgungen

Während der gesamten Zeit des klassischen Judaismus waren Juden oft Opfer von Verfolgungen. Gerade diese Tatsache dient jetzt als Haupt-"Argument" der Apologeten der jüdischen Religion mit ihren gegen Nichtjuden gerichteten Gesetze und speziell der Zionisten. Natürlich ist die Ausrottung von 5 bis 6 Millionen europäischer Juden durch die Nationalsozialisten das alles übertreffende Alibi auf dieser Ebene. Deshalb müssen wir dieses Phänomen und seine zeitgenössischen Aspekte näher betrachten. Insbesondere gilt dies hinsichtlich der Tatsache, daß die Nachkommen der Juden aus Polen vor 1795 ("osteuropäische Juden" genannt, im Gegensatz zu den Juden aus dem deutschen Kulturraum des frühen 19. Jahrhunderts einschließlich Österreich, Böhmen und Mähren) heute hauptsächlich die politische Macht in Israel sowie in den jüdischen Gemeinden der USA und anderer englischsprachiger Länder ausüben. Wegen dieser ihr ureigenen Vergangenheit hat sich diese Art des Denkens besonders tief bei ihnen eingegraben, und zwar weitaus nachhaltiger als bei anderen Juden.

Zunächst müssen wir scharf unterscheiden zwischen den Verfolgungen der Juden während der klassischen Zeit einerseits und der Ausrottung durch die Nationalsozialisten anderseits. Erstere waren von unten kommende Volksbewegungen, wogegen letztere von oben ausgeheckt, organisiert und ausgeführt wurde, und zwar durch Staatsbeamte. Solche Maßnahmen wie die staatlich von den Nationalsozialisten organisierte Ausrottung findet man in der Weltgeschichte relativ selten, obwohl es andere Fälle gibt (z.B. die Ausrottung der Tasmanier und anderer kolonisierter Völker). Außerdem beabsichtigten die Nationalsozialisten, außer den Juden auch andere Völker auszulöschen. So wurden die Zigeuner wie die Juden vernichtet, und die Ausrottung der Slawen hatte schon angefangen, wobei Millionen von Zivilisten und Kriegsgefangenen, systematisch umgebracht wurden. Gerade die wiederholten Verfolgungen von Juden in vielen Ländern während der klassischen Zeit benutzen die zionistischen Politiker bei der Verfolgung der Palästinenser als Vorwand (und als Ausrede) und die Apologeten des Judaismus als Argument im allgemeinen. Dies ist ein Phänomen, das näher beleuchtet werden soll.

Es muß darauf hingewiesen werden, daß auch bei den schlimmsten antijüdischen Verfolgungen (d.h., bei denen Juden getötet wurden) die herrschende Elite, nämlich der Kaiser und der Papst, die Könige, der Hochadel und der höhere Klerus sowie das reiche Bürgertum in selbstverwalteten Städten, immer auf der Seite der Juden standen. Die Feinde der Juden zählten zu den mehr unterdrückten und ausgebeuteten Klassen und denjenigen, die ihnen im täglichen Leben und in ihren Intentionen nahestanden wie etwa die Brüder der Bettelorden. Es ist eine Wahrheit, daß in den meisten (wenn auch meiner Meinung nach nicht in allen) Fällen Mitglieder der Elite die Juden weder aus Gründen der Humanität noch wegen besonderer Sympathien für die Juden als solche verteidigten, sondern einfach aus dem Grund, den die Herrschenden im allgemeinen zur Rechtfertigung ihrer Interessen anführen, nämlich die Nützlichkeit der Juden (für sie), die Verteidigung von "Recht und Ordnung", der Haß auf die niedrigen Schichten und die Furcht, daß antijüdische Unruhen sich zu einem allgemeinen Volksaufstand ausweiten könnten. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, daß sie die Juden in Schutz nahmen. Aus diesem Grund waren alle Massaker an den Juden während der klassischen Periode des Judaismus Teil eines Bauernaufstandes oder anderer Volksbewegungen in den Zeiten, in denen die Regierung aus irgendeinem Grunde besonders schwach war. Dies gilt besonders für das zaristische Rußland, das in gewisser Weise eine Ausnahme bildet. Die zaristische Regierung, die über ihre Geheimpolizei hinterhältige Maßnahmen ergriff, förderte die Pogrome immer nur dann, wenn sie besonders schwach war (wie nach der Ermordung von Alexander II. 1881 und in der Zeit unmittelbar vor und nach der Revolution von 1905). Aber auch dann achtete sie sorgfältig darauf, daß "Recht und Ordnung" gewahrt wurden. Zur Zeit der größten Macht wie etwa unter Nikolaus I. oder gegen Ende der Herrschaft von Alexander III., als die Opposition vernichtet war, tolerierte das zaristische Regime keine Pogrome, obwohl sich die durch Gesetzgebung erfolgte Diskriminierung der Juden intensivierte.

Diese allgemeine Linie läßt sich in allen größeren Massakern an den Juden im christlichen Europa beobachten. Während des ersten Kreuzzuges bedrängten nicht die von berühmten Herzögen und Grafen befehligten Armeen der Ritter die Juden, sondern spontane Volksmassen, die nahezu ausschließlich aus Bauern und Verarmten im Gefolge von Peter von Amiens bestanden. In jeder Stadt bezog der Bischof oder der Vertreter des Kaisers Stellung gegen sie und versuchte, wenn auch oft vergeblich, die Juden zu schützen. Die antijüdischen Aufstände in England, die den dritten Kreuzzug begleiteten, waren Teil einer Volksbewegung, die sich auch gegen königliche Beamte richtete. Einige Aufständische wurden von König Richard I. bestraft. Die Massaker an den Juden während des Ausbruchs der Schwarzen Pest erfolgten gegen den ausdrücklichen Befehl des Papstes, des Kaisers, der Bischöfe und der deutschen Fürsten. In den freien Reichsstädten, wie etwa in Straßburg, gingen ihnen in der Regel lokale Aufstände voraus, in denen der oligarchische Stadtrat, der die Juden beschützte, aus dem Amt vertrieben und durch einen volksnäheren Rat ersetzt wurde. Das große Massaker an den Juden 1391 in Spanien fand unter einer schwachen Regentschaft und zu einer Zeit statt, in der das durch das Große Schisma zwischen zwei konkurrierenden Päpsten geschwächte Papsttum die Bettelmönche nicht mehr unter Kontrolle halten konnte.

Das vielleicht herausragendste Beispiel ist der große Massenmord an den Juden während des Chmjelnizki-Aufstandes in der Ukraine (1648), die als Meuterei von Kosaken-Offizieren begann, sich aber bald zu einer ausgreifenden Volksbewegung der unterdrückten Leibeigenen entwickelte. "Die Unterprivilegierten, die Untertanen, die Ukrainer, die (von der polnischen Katholischen Kirche verfolgten) Orthodoxen erhoben sich gegen ihre polnischen katholischen Herren, insbesondere gegen die Verwalter ihrer Herren, den Klerus und die Juden." Dieser typische Bauernaufstand gegen eine außerordentliche Unterdrückung, den nicht nur die von den Rebellen begangenen Massenmorde, sondern auch die abscheulichsten Grausamkeiten und der "Gegenterror" der Privatarmeen der polnischen Großgrundbesitzer begleiteten, hat sich bis zum heutigen Tag tief in das Bewußtsein der osteuropäischen Juden eingegraben, und zwar nicht als ein Bauernaufstand, eine Revolte der Unterdrückten und Unglücklichen der Erde und auch nicht als Rache gegen alle Büttel des polnischen Adels, sondern als ein Akt des willkürlichen Antisemitismus, der sich gegen die Juden als solche richtete. In der Tat "erklärt" die israelische Presse das Abstimmungsverhalten der ukrainischen Delegation in der UNO und der sowjetischen Politik gegenüber dem Nahen Osten im allgemeinen als "Erbe des Chmjelnizki" oder seiner "Nachfolger".


 
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Der moderne Antisemitismus

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Israel Shahak:
(Online)
"Jüdische Religion, Jüdische Geschichte":
Inhaltsverzeichnis: 

A/ 1- Israel - ein Utopia für Auserwählte?

B/ 6- Vorurteile und Verfälschungen

C/ 12- Orthodoxie und Interpretation

D/ 23- Die Bürde der Geschichte

E/ 33- Gesetze gegen Nichtjuden

F/ 49- Politische Konsequenzen




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